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Ein Besuch im Teufelhof in Basel

Nach diesem langen Winter und dem Lockdown war das Reissen gross. Das Reissen nach Vertrautheit und Normalität führte uns nach Basel. Meine Heimatstadt die ich vor 25 Jahren gegen Rapperswil eingetauscht hatte.

Es fühlte sich sehr vertraut an und es tat gut durch die Altstadt zu schlendern.

Was Basel ausmacht, sind die Menschen, die hier leben. Die Stadt ist von berühmten Persönlichkeiten geprägt. Basel ist auf der ganzen Welt bekannt als Heimatstadt von Tennisprofi Roger Federer.

Friedrich Nietzsche hat an der Universität Basel gelehrt und Hermann Hesse schrieb hier den «Steppenwolf». Die Stadt bietet das inspirierende Umfeld.

Der Spalenberg in Basel hat aber noch etwas, das in der Schweiz einmalig ist, nämlich einen Walk of Fame. Der Spalenberg ist mit Tafeln, die im Boden eingelassen sind, bestückt, auf dem bekannte und berühmte Basler, so wie die Filmstars in Amerika verewigt wurden.

Oben am Spalenberg war dann mein Ziel der Teufelhof. 1989 eröffnet, im gleichen Jahr, in dem ich mein erstes Restaurant an der Freienstrasse in Basel eröffnete.

In diesem einzigartigen Gast- und Kulturhaus «Der Teufelhof» bilden Gastronomie, Hotellerie, Theater und Kunst unter einem Dach eine aussergewöhnliche Kombination.

In der Küche steht Michael Baader ein guter Bekannter, der seit dem ersten Tag dabei ist. Er ist die Garantie für einzigartige kulinarische Genüsse. Das bekommen wir heute deutlich zu spüren denn das Hotel und die Gastronomie ist ausgebucht, und das an einem Donnerstag.

Zum Glück hat uns ein Engel einen extra Tisch herbeigezaubert und wir konnten trotz dem vollen Haus ein paar Worte mit Michael wechseln. Er konnte sich in diesem Haus verwirklichen und ist glücklich und wir sind es auch nach diesen feinen Essen.

Zum Schluss gehen wir wie immer an die Bar für einen «Schlumi», ein Rheinbrand dry gin hemp edition wird uns empfohlen; ausgezeichnet mit dem World Spirits Award: Doppel-Goldmedaille und Spirit of the Year auch ein Kind aus dem Hause Teufelhof.

Es ist eine Erfolgsgeschichte und schweren Herzens reisen wir am nächstem morgen wieder ab, doch die schöne Erinnerung bleibt an die alte Heimat.

Carmen Thommen

bye bye Rathaus

Am 6. Januar 2021 war es so weit. Ein 13-jähriges Projekt mit viel Spass und Freude ging zu Ende. 

Wir trafen uns an diesem Morgen mit 2 Frauen für die Betriebsübergabe. Die Ortsgemeinde hatte die zwei Spezialistinnen für die Inventaraufnahme und Bewertung engagiert.

Zum einen war da das historische Inventar mit vielen kostbaren Schätzen aus der vergangenen Zeit. Und dann gab es noch das Mietinventar neueren Datums.

Am Abend war alles geschafft jedes Regal und jede Querstrebe war erfasst.

Wir liefen noch einmal um das Haus und langsam löste sich die Anspannung.

Mit gutem Gewissen, nur leider ohne Abschiedsfeier konnten wir die Schlüssel abgeben und ein letztes Mal durch die historische Türe das Haus verlassen.

Ein Blick zurück erfüllt mich mit Ehrfurcht vor diesem grossen Haus mit seinen vielen Möglichkeiten für einzigartige feste. Die Traditionen die hier gefeiert wurden in diesen über 700 Jahre alten Mauern.

Mir wird bewusst wie kurz und unbedeutend unsere Zeit in diesem Haus war und das beruhigt mich ein bisschen.

Wir hatten das Haus schon immer bewundert als wir 1996 nach Rapperswil zogen, mit dem festen Vorsatz nie wieder ein Restaurant zu eröffnen. Wir hatten uns damals gut etabliert nach jahrelanger Gastronomie Erfahrung; ich hatte eine gut laufende Unternehmensberatung und Markus arbeitete in der Entwicklung von Food-trends in einem weltweit tätigen Nahrungsmittelkonzern.

Doch jedes Mal, wenn wir nachts auf dem Nachhauseweg am Rathaus vorbei liefen, blieben wir stehen und waren uns einig, dieses Haus wäre es wert nochmals von vorne anzufangen. Allein der Gedanke an die spektakulären Feiern.

Nun gut wir bereuen nichts, es wurden 13 wunderschöne Jahre mit viel Spass und Freude im Rathaus.

Und wieder starten wir in eine neue Zukunft vielleicht wieder mit einem einzigartigen Projekt.

Carmen Thommen